Praktikum in der Gemeinde
von Sophie-Charlotte Bornemann, 18.12.2024
Es gibt Leute, die sagen, ohne Kirche und Glauben ginge es uns allen besser. Ich denke nicht, dass das stimmt, aber die Kritik weist auf etwas wichtiges hin: Kirche kann kein Selbstzweck sein. Bonhoeffer hat gesagt: Kirche ist nur dann Kirche, wenn sie Kirche für andere ist. Im Konfirmandenunterricht wollen wir diesen Überlegungen nachgehen, und zwar mit einem Praktikum in unserer sichtbaren Kirchgemeinde. Die Konfis sollen ihre Praktikums-Erfahrungen nutzen, um die Frage zu überprüfen, ob und wofür Menschen Kirche brauchen.
Damit die Konfirmanden der 7. Klassen einen Eindruck bekommen, was jenseits der Stunde Gottesdienst noch alles Gemeinde-Leben ist, soll es eben ein "Praktikum" geben. Dazu braucht es Praktikumsstellen: also Bereiche, wo die Konfis etwa 5-10 Stunden mittun können. Diese Zeit verteilt sich am besten über den gesamten Zeitraum von ca 5 Wochen. Pfarrer Albert und ich sind auf der Suche nach solchen Praktikumsplätzen in der Gemeinde: z. B. Vorbereitung und Durchführung eines Senioren-Nachmittages, Arbeitseinsätze, Vorbereitung der Osternacht oder des Osterfrühstückes, vielleicht im Besuchsdienst, Pflege der Grünanlagen rund um die Kirche, ... Ein paar Plätze gibt es natürlich auch in der Verwaltung und beim Friedhof, aber die reichen nicht. Grundsätzlich sollen die Konfis nicht nur mitlaufen, sondern auch nach entsprechender Hinführung selber Mittun.
Bitte meldet Euch bei uns beiden bis zum 5. März, wenn Ihr euch als Anleiter mit einem Praktikumsplatz einbringen wollt! Wenn Ihr euch unsicher seid, ob Ihr etwas passendes habt, dann fragt einfach nach. Weitere konkrete Informationen folgen dann.
Zu Beginn der Rüstzeit der 7. Klassen am 4. April soll es in Geilsdorf eine Stellenbörse geben: Ihr stellt Euch mit Euren Praktikumsplätzen vor und die Konfirmanden legen sich auf eine Stelle fest, bei der sie dann die kommenmden Wochen dabei sind. Der Zeitraum erstreckt sich bewusst über die Osterfeiertage, damit hoffentlich mehr Praktikumsplätze entstehen. Den Abschluss bildet ein kleines fröhliches Fest am Nachmittag des 20. Mai.
Das ganze ist ein Pilotprojekt, ein erster Versuch und wir sind gespannt, welche Erfahrungen wir miteinadner machen können. Eine große Freude wäre es uns, wenn die Konfirmanden die Vielfalt unseres Gemeindelebens an den verschiendenen Orten wahrnehmen können und sich anfangen zu fragen: was treibt Leute an, mit Hin- und Herräumen ihre Freizeit zu gestalten, warum ist es ihnen wichtig, dass wir Konfis einen eigenen Blick auf Kirche bekommen? Wisst Ihr´s?
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