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Gemeindeleben - Leben in und mit der Gemeinde

Liebe Besucher,

vor Jahren waren ein paar Männer aus unserer Gemeinde in den Alpen unterwegs. Wir waren von Hüte zu Hütte unterwegs. Unser schweizer Freund Alois hat eine wunderschöne Route herausgesucht. Nach Stunden sagte er mit seinem schönen Akzent: "Hinter der nächsten Kurve könnt Ihr die Hütte (unser Tageszeil) siehen." Alle atmeten auf. Es lag schließlich schon ein ganz schöner Marsch hinter uns. Alois war leider noch nicht fertig. Es folgte die bedeutungsschwere Erklärung: "mit einem guten Fernglas." Und so war es dann auch. Wir sahen die Hütte. Aber wir waren noch nicht da.

Ich freue mich, daß Ihr bis hierher gekommen seid. Auf dieser Seite findet ihr ein Sammelsurium verschiedenster Beiträge aus unserem Gemeindeleben. Hier gibt es Anregungen für die eigene Glaubenspraxis, Rückblicke, Wissenswertes, also alles, was sich so in einer Kirchgemeinde im Laufe der Zeit ereingnet.

Auch seht Ihr hier die eine oder andere "Hütte". Die Gruppen und Kreise stellen sich vor. Es finden sich Termine und Ansprechpartner. Es braucht nun nur noch eins. Mach dich auf den Weg zu einer der "Hütten". Komm vorbei. Lebe mit uns Dein Christsein.  Wir freuen uns auf Dich!

 

 

 

Zweierschaften und andere Möglichkeiten, im Glauben zu leben

Was tun, wenn der Hauskreis sich nicht treffen kann? Was tun, wenn die Einschränkungen der letzten Wochen länger dauern, mehr werden?

Zum Beispiel kannst du online die Bibelschule an der Klostermühle unter www.fackeltraeger.de buchen und besuchen. Für Konfirmanden werden gerade Angebote vorbereitet.

Eine andere Möglichkeit sind regelmäßige Treffen zu zweit. Fangt gemeinsam an, die Bibel zu lesen und Euch darüber auszutauschen. Ihr könnt miteinander beten. Ihr tauscht Euch über die letzte Woche aus und legt die Neue gemeinsam in Gottes Hand. Natürlich können sich auch zwei Familien zusammensetzen.

Solche Zweierschaften sind keine neuen Erfindungen. Aber sie sind intensiv. Probiert es aus. Erzählt Euch, was Euch Euer Glaube bedeutet und welche Bedeutung Jesus für Euch hat. Lasst Euch an Euren Schritten im Glauben Teil haben. Spart auch die Rückschläge nicht aus. So eine Zweierschaft muss wachsen. Sie erfordert Ausdauer, Vertrauen und Mut. Aber sie bringen Euch im Glauben und im Leben weiter. Und das nicht nur in Zeiten, wie wir sie gerade erleben.

Allgemeines Gebet gegen das Einbrechen der Cholera.

Mit bekümmerten Herzen nehmen wir, Herr des Lebens und des Todes, zu Dir unsere Zuflucht in den neuen Gefahren, die unsere Gesundheit und unser Leben bedrohen.

Immer näher dringt eine verderbliche in der Ferne entstandene Seuche auch zu uns. Herr, was wir fürchten und hoffen, kommt von Dir, der Du aller Welt Richter bist; Du verbirgst Dein Angesicht vor uns, so erschrecken wir; Du nimmst Deinen Odem zu Dir, so vergehen wir und werden wieder Staub. 

Aber ob wir es schon tief empfinden, daß auch wir von Dir und Deinen heiligen Geboten abgewichen sind, so kommen wir doch als Mühselige und Beladene zu Dir im Namen Jesu, deines Sohnes, Deine schützende Huld und Gnade auf uns und unser besorgtes Vaterland herabzuflehen.

Du hast ja denen, die auf Dich hoffen, verheißen, Du wollest sie mit Deinen Fittichen bedecken und sie bewahren, daß sie nicht erschrecken müssen vor dem Grauen der Nacht, vor der Pest die im Finstern schleicht und vor der Seuche, die im Mittage verdirbt. O so entwaffne durch ein Wort Deiner schonenden Liebe den Engel des Todes, der schon so Viele gewürgt hat; wende die Plage von unsern Grenzen und unserem ganzen Lande ab. Verschmähe die kindlichen Gefühle dankbarer Rührung und Ehrfurcht nicht, mit der wir den Reichtum deiner Güte und Langmut erkennen, die unsere Sünden und Verirrungen bisher so gnädig ertragen hat; erwecke unsere Herzen zur wahren Buße; mache uns immer geschickter und würdiger, Jesu, dem Anfänger und Vollender unseres Glaubens, in jedem Wechsel unserer Schicksale treulich nachzufolgen und zuletzt Dir unseren scheidenden Geist mit kindlicher Zuversicht zu befehlen. Was Du aber auch in Deiner unerforschlichen Weisheit über uns beschlossen hast, wir unterwerfen uns Deinen heiligen Ratschlüssen mit Ehrfurcht und Geduld; wir harren getrost auf Deine Hülfe, bis das Ungewitter vorüber geht, wir trauen Deiner Verheißung, daß Du uns erquicken werdest auf unserem Siechbette und uns erretten von unserer Krankheit; Du wirst uns nicht versucht werden lassen über unser Vermögen; Du wirst uns vielmehr herausreißen und zu Ehren bringen. Dir sei Ehre, Preis, Ruhm und Anbetung in Ewigkeit. Amen. 

Dieses Gebet fand sich in unserem Archivzwischen Verordnungen zur Eindämmung der Cholera und der Pest aus den Jahren Zwischen 1660 und 1686.

Bruder Jemand Anders ist verstorben!

Die Nachricht vom Tod unseres Bruders Jemand Anders, eines der wertvollsten Mitglieder unserer Gemeinde, hat uns alle erschüttert. Bruder Anders hinterlässt eine Lücke, die sich nur schwer wird ausfüllen lassen. Jemand Anders hat unserer Gemeinde seit vielen Jahren angehört, und er hat weit mehr geleistet, als man normalerweise von einem Menschen erwarten kann. Wenn etwas erledigt werden musste, wenn Hilfe nötig war oder man einen Zuhörer braucht, wie oft hieß es einstimmig: Das soll Jemand Anders machen. Gerade wenn Freiwillige gesucht wurden, so war es selbstverständlich, dass er sich zur Verfügung stellte. Jemand Anders war ein wunderbarer Mensch, manchmal fast ein Übermensch. Aber ein Einzelner kann nicht alles tun. Um die Wahrheit zu sagen - man erwartete zu viel von Jemand Anders.

So einen Jemand Anders könnten wir in unseren Orten auch gut gebrauchen, aber er ist wohl verzogen oder vielleicht auch schon gestorben.

Wenn Sie einen Gottesdienst oder eine Gemeindeveranstaltung besucht haben, ist Ihnen da aufgefallen, ob der Rasen gemäht war oder noch kniehoch stand? Haben Sie die Unmengen an Laub im Herbst gesehen? Vielleicht haben Sie auch gedacht: "Der Weg könnte mal wieder eine Pflege vertragen und das Holz am Zaun oder am Giebel einen neuen Farbanstrich." Das sind nur ein paar Beispiele für die Dinge, die sich nicht von allein erledigen.

Möglich auch, dass Sie gedacht haben: "Wir haben ja einen Pfarrer und einen Vorstand. Die können das auch mal so mit erledigen." Stimmt, vieles wird auch getan. Aber überlegen Sie bitte mal, wenn Sie Haus, Hof und Garten haben, greift dann nicht auch die ganze Familie mit zu? Zusammen kann das sogar Spaß machen.  Vielleicht gibt es ein schönes Frühstück... 

Nichts anderes als eine große Familie ist unsere Kirchgemeinde. Sie, wir alle, gehören zu Gottes Familie. Wieso sollen unser Haus, Hof und Garten einen liederlichen Eindruck erwecken?

Dieser Artikel will niemanden auf den „Schlips treten“. Es soll niemand überfordert werden, aber er soll zum Nachdenken anregen. Ja, vielleicht haben Sie noch eine „Viertelstunde“ übrig. Unsere Pfarrer und die Verantwortlichen freuen sich. Sie können uns ansprechen. Gemeinsam finden wir die passende Aufgabe für Sie. 

Bleiben Sie gesegnet mit Worten des Apostels Petrus (1. Petr. 4, 10): "Dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes.“

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Thomas Enders